בכאו היהודית

 

Jewish Buchau

Jewish Buchau

 

Bis 1938 war die Situation der Buchauer Juden noch einigermaßen erträglich. Christen achteten ihre jüdischen Mitbürger. Die Partei bemerkte dies, und so wurde Ende 1938 die Stelle des Ortsgruppenleiters dem Parteigenossen Paul Schüssler übertragen. Er ging brutal gegen die Juden vor, und auch die gläubigen Christen waren ihm ein Dorn im Auge.

Mit der Zerstörung der Synagoge am 9. November 1938 begann die direkte Verfolgung der Buchauer Juden. Am 10. November wurden 15 jüdische Männer verhaftet, im Rathausturm eingesperrt und einige von ihnen ins Konzentrationslager nach Dachau geschickt. Wenige Wochen später kamen sie zurück.

Am 23. Dezember 1938 wurden die Juden aus dem deutschen Wirtschaftsleben ausgeschaltet. Diese Verdrängung aus dem Wirtschaftsleben machte den Juden immer mehr bewusst, dass es keine Existenzgrundlage in Buchau mehr gab. 1939 wurde zum Hauptauswanderungsjahr.

Im Dezember 1941 begannen die Deportationen. Zuerst mussten die Leute nach Stuttgart auf den Killesberg in ein Sammellager, und von dort aus gingen die Transporte in die verschiedenen Konzentrationslager.

Bei der Einberufung war vielen Juden nicht klar, dass ihr Weg in die Vernichtung führte.

Während des Dritten Reiches lebten 270 Juden in Buchau:

106

44

 7

113

  4

 

Personen sind ausgewandert

Juden sind in Buchau gestorben (drei durch Suizid)

Personen: Schicksal unbekannt

Personen wurden deportiert

Juden kamen aus Theresienstadt zurück

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