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Jewish Buchau

Jewish Buchau

 

Juifs à Buchau

Juifs à Buchau

Bevor die Buchauer Gemeinde eine Synagoge bauen konnte gab es Betr√§ume in verschiedenen H√§usern. 

Die erste Synagoge wurde 1730/31 gebaut. Heute steht, ungefähr an dieser Stelle ein Brunnen in Form eines aufgebrochenen Davidsterns. Über dieses Gotteshaus ist nur wenig bekannt, es hatte eine vergitterte Frauengalerie und war heizbar, ein Hinweis, dass die Synagoge auch als Lehrhaus genutzt wurde.

Nach der Emanzipation 1828 wurde  der Bau einer grossen Synagoge beschlossen. 1839 wurde sie feierlich eingeweiht, ein klassizistischer Bau, der das  Stadtbild pr√§gte. Das Programm der Einweihung ist noch erhalten und zeigt, dass Juden und Christen dieses Fest gemeinsam feierten.  Die Synagoge hatte einen kleinen Turm, in dem erst nur ein Glockenspiel hing. 1854 bekam die Synagoge eine grosse Glocke mit der Inschrift: ‚ÄěIch freue mich, wenn man mir k√ľndet, wir wollen ins Gotteshaus gehen“.
 

                


Wie fast alle Synagogen in Deutschland wurde auch die Synagoge in Buchau in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Brand gesetzt. Der Brand war schnell gel√∂scht, da die Feuerwehr ausr√ľckte und Juden und Christen gemeinsam l√∂schten. Das Kommando aus Ochsenhausen legte in der folgenden Nacht erneut Feuer. Die Feuerwehr r√ľckte wieder aus, durfte aber nur die angrenzenden H√§user sch√ľtzen.

Am 15. November 1938 mussten die Vorsteher der j√ľdischen Gemeinde, beim Notar und B√ľrgermeister, einen Schenkungsvertrag f√ľr den Synagogenplatz, das Baumaterial und das angrenzende Rabbinat unterschreiben. Doch den Schenkungsvertrag durfte die Gemeinde nicht annehmen. B√ľrgermeister √Ėchsle wurde mitgeteilt, dass die Gemeinde das Missfallen des Reichsministers des Inneren hervorgerufen habe und die Schenkung nicht mit den rassischen Grunds√§tzen des Nationalsozialismus vereinbar sei. Trotzdem wurde das Baumaterial verkauft.

Der Platz blieb im Besitz der j√ľdischen Gemeinde. Heute ist der Platz im Besitz der Familie Einstein. Lange Jahre wurde der Platz der Synagoge als Park genutzt. 1951 wurde an der Stelle, an der fr√ľher die Thoralade gestanden hatte, eine Trauerweide gepflanzt, die heute noch steht.

Im Oktober 2006 wurden auf einem Privatgrundst√ľck Steine der Buchauer Synagoge gefunden. Die Steine stammen von der mittleren Eingangst√ľre der Synagoge und befinden sich heute auf dem j√ľdischen Friedhof.         

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